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Bürgerinitiative Weinheim Schutz vor Bahnlärm östlich und westlich der Bergstraße

Zug 3 Barbarabrücke 2

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November/Dezember 2012 und Januar 2013 - Gespräche mit den Fraktionen des
Weinheimer Gemeinderates zum Bahnlärmproblem in Weinheim
siehe Startseite

6. November 2012 Lärmaktionplan der Stadt Weinheim - Ablauf der Eingabefrist
siehe Startseite

4. Oktober 2012 Lärmaktionplan der Stadt Weinheim: siehe Lärmaktion

3. September 2012: Die Schienen der Nord-Süd-Strecke zwischen der Barbara-Brücke in Weinheim und dem Bahnhof Heddesheim wurden in der Nacht vom 1. auf den 2. September geschliffen. Die durch das Fräsen verursachten Querrillen wurden auf der Lauffläche dadurch weitgehend beseitigt. Wir haben uns dies nochmals von der DB-Netz bestätigen lassen und das Ergebnis auch selbst in Augenschein genommen - das Schliffbild sieht jetzt ordentlich aus. Unser subjektiver Eindruck ist, dass es eine leichte Geräuschminderung gegeben hat - mehr war auch nicht zu erwarten. Die das Gehör belastende, durch das Fräsen entstandene, penetrante, hohe Zusatzfrequenz ist weniger hörbar. Jetzt müssen wir noch die nächsten Wochen abwarten - die DB sagt ja, dass dann die feinen Schleifspuren glattgefahren sind und dadurch nochmals eine leichte Verbesserung eintritt.
Die Nachbesserung mit einem Schleifzug war uns von der DB zugesagt worden, nachdem wir beim Eisenbahn-Bundesamt wegen des ursprünglichen Fräsens der Schienen interveniert hatten. Dieses Nacharbeiten jetzt löst natürlich nicht unser generelles Bahnlärmproblem, das wir in Weinheim - von Sulzbach im Norden bis Lützelsachsen im Süden - haben. Aber immerhin können wir es als kleinen Erfolg für die vom Lärm Betroffenen verbuchen. Mehr dazu unter “Aktuelles/Technisches”.

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Am 24. Juli 2012 haben wir unsere Presseinformation “Schleifen statt fräsen” herausgegeben.

Ab 20. Juli 2012 steht unsere Information Nr. 6 im Netz, die auch unter “Infos” abzurufen ist.

Am 27. März 2012 haben wir unsere Information Nr. 5 fertig gestellt, die auch unter “Infos” abzurufen ist. Ebenfalls an diesem Tag haben wir gemeinsam mit AVW - dem Investor der Überbauung am ehemaligen Güterbahnhof - eine Presseerklärung zum Thema Lärmschutz auf dem zukünftigen Fachmarktgelände herausgegeben. Sie können sich diese Presseerklärung als pdf-download ansehen.

Am 20. März 2012 gaben die Stadt Weinheim und die Bürgerinitiative Bahnlärm Weinheim eine gemeinsame Presseerklärung heraus, in der erläutert wird, wie das weitere Vorgehen gegenüber der Deutschen Bahn zum Thema Lärmschutz angegangen wird. Sie können sich diese Presseerklärung als pdf-Download ansehen.

Am 28. Februar 2012 fand ein erneutes Treffen mit der Stadtverwaltung und dem Investor des geplanten Fachmarktzentrums auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs statt. Dabei erfolgte eine sorgsame Abstimmung der beiderseitigen Anstrengungen.

Am 15. Februar 2012 fand auf Einladung des Amtes für Stadtentwicklung der Stadt Weinheim ein gemeinsames Strategiegespräch statt, an dem auch Oberbürgermeister Heiner Bernhard teilnahm. So konnte im Konsens ein “Fahrplan” für ein weiteres Vorgehen gegenüber der DB und den zuständigen Bundesbehörden entwickelt werden. Wir werden an dieser Stelle demnächst berichten.

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Dem Gutachter der schalltechnischen Untersuchung zum “Ehemaligen Güterbahnhof” war von der DB Zahlenmaterial zur Verfügung gestellt worden das einen Blick in die zukünftige Nutzung der Main-Neckar-Bahnlinie ermöglicht. Die DB rechnet z.B. in Zukunft mit durchschnittlich 86 Güterzugvorbeifahrten in der Nacht (22 Uhr - bis 6 Uhr) mit einem durchschnittlichen Lärmpegel von 76,4 dBA, das bedeutet 10-11 Vorbeifahrten von Güterzügen pro Stunde - oder anders ausgedrückt: alle 6 Minuten ein Zug (dazu kommen nachts noch 33 weitere Züge anderer Bauart). Keine guten Aussichten für uns - wenn nicht bald Lärmschutzmaßnahmen durchgeführt werden!
Die 76,4 dBA sind ein theoretischer Wert, der aus Testmessungen in 25 m Abstand ermittelt wurde. Er paßt sehr gut in unsere eigenen Schallmessungen: die 76 dBA kommen dann bei uns mit 65-70 dBA an.

Am 21. Dezember 2011 stellt uns Prof. Dr. Eberhard Hohnecker, Leiter des Lehrstuhls Eisenbahnwesen am KIT-Karlsruher Institit für Technologie (Universität Karlsruhe), die neuesten Entwicklungen und Produkte zum Lärmschutz an Bahnlinien in seinem Institut vor. Die dort entwickelten Systeme sind hoch effizient und innovativ: niedrige, eng an den Gleisen liegende, nur 35 cm hohe, mit einem inneren, konkaven Spezialprofil versehene Lärmbauteile, die eine Ablenkung des Schalls nach oben in einem steileren Winkel ermöglichen als es mehrere Meter hohe, konventionelle Lärmschutzwände vermögen, dazu neue Verfahren der Gleisdämmung in Verbindung mit einem neuen Gleisunterbau, der den herkömmlichen Schotter ersetzt. Wenn es uns gelingen könnte, die DB dazu zu bewegen, dieses System bei uns zu installieren, dann wäre uns wohl am besten geholfen.

Mitte Dezember 2011 haben wir auf der Homepage des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) entdeckt, dass urprünglich für Weinheim eine Lärmsanierung von 2,5 km vorgesehen war - 1,3 km nördlich des Bahnhofs und 1,2 km südlich des Bahnhofs. Unsere Anfrage beim BMVBS, warum auf dem südlichen Teil keine Lärmsanierung erfolgte, wurde nur mit Allgemeinplätzen, auch nach nochmaliger Rückfrage, beantwortet. Merkwürdigerweise fanden wir einen ganzen Absatz in der Antwort wieder, der bereits im Antwortschreiben vom 1. November 2011 des Vorstandsvorsitzenden der DB-Netze AG stand. Wie dieser Text seinen Weg von DB Netze zum Ministerium fand, bleibt wohl ein Geheimnis. Die Antworten des BMVBS machen deutlich, dass man dort nicht gewillt ist, uns nähere Erläuterungen zu dem Vorgang der Lärmsanierung in Weinheim zu geben.

Der Oberbürgermeister der Stadt Weinheim, Heiner Bernhard, sichert uns in einem Schreiben die volle Unterstützung der Stadt zu, um gemeinsam für die betroffenen Bürger eine Verbesserung der durch die Bahnstrecke verursachten Lärmbelästigung zu erreichen.

Anfang Dezember 2011 stellt die Stadt Weinheim der Bürgerinitiative das schalltechnische Gutachten “Ehemaliger Güterbahnhof” zur Verfügung. Mitte Dezember erläutert die Stadt bei einer öffentlichen Veranstaltung die Planungen zum Gelände des “Ehemaligen Güterbahnhofs”. Für uns wird deutlich, dass durch die geplanten Bebauungen auf dem Areal für das Wohngebiet östlich davon keine wirklich wahrnehmbaren Reduzierungen des Bahnlärms erwartet werden können. Das bedeutet für uns, dass wir unsere Arbeit - in Zusammenarbeit mit der Stadt Weinheim - auf eine Lärmsanierung der Bahnlinie durch die DB konzentrieren müssen.

Im November 2011 machen wir erste eigene Schalldruckmessungen oberhalb von Prankel- und Rosenbrunnenstraße in einem Abstand von 185 m zur Bahnlinie. Die gemessenen Werte liegen bei Zugvorbeifahrten - insbesondere von Güterzügen - deutlich über 60 Dezibel (dBA), bis 75 dBA. Dabei muß man wissen, dass eine Erhöhung um 10 Dezibel vom Menschen als Verdoppelung der Lautstärke wahrgenommen wird. 60 dBA gelten bei Fachleuten als die Grenze oberhalb derer Gesundheitsschädigungen auftreten können. Als Beispiel unserer Messungen sei hier die Nacht vom 17. auf den 18. November (22 Uhr - 6 Uhr) genannt: 58 Zugvorbeifahrten mit über 60 dBA, davon 12 in der Zeit zwischen 2 Uhr und 3 Uhr, also im Schnitt alle 5 Minuten ein Zug, der einem den Schlaf unterbricht.

Ende Oktober 2011 schreibt die Bürgerinitiative u.a. den Vorstand für Technik der DB und den Vorstandsvorsitzenden der DB-Netze (zuständig für Lärmschutzmaßnahmen) an und bittet um Auskunft über die Situation in Weinheim südlich des Bahnhofs. Die Antwort des Vorstandsvorsitzenden der DB-Netze vom 1. November 2011 ist sehr allgemein gehalten und bringt deshalb keine neuen Erkenntnisse.

Noch im September 2011 nimmt die Bürgerinitiative Kontakt zu den zuständigen städtischen Stellen auf, um im Dialog mit ihr mögliche Massnahmen zu diskutieren. Die Stadt Weinheim signalisiert von Beginn an grosse Kooperationsbereitschaft.

Im September 2011 wird die Bürgerinitiative gegründet. Auslöser ist die Planung der Stadt, einem Investor auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs die Errichtung eines Fachmarktzentrums zu genehmigen. Die Idee ist, dass durch geeignete Bauplanung gleichzeitig eine Verbesserung der durch die Main-Neckar-Bahnlinie verursachten Lärmbelastung der Weinheimer Südstadt erziehlt werden kann.

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Wir haben immer wieder eigene Schallpegel-
messungen gemacht. Unser Messpunkt liegt
185 m von der Bahnlinie entfernt in der zweiten Häuserreihe am Hang. Unser Messschwerpunkt liegt in der Nacht von 22 Uhr bis 6 Uhr morgens. In den Nachtstunden fahren besonders viele Güterzüge. Wir registrieren alle Züge über 60 dB(A). In der Nacht vom 2. auf den 3. März 2012 waren es z.B. zwischen 0 Uhr und 3 Uhr jeweis 12 Züge, also alle 5 Minuten ein Zug mit über 60 dB(A). Hier das Beispiel von 1 Uhr bis 2 Uhr. pdf-download

2012 03 03 - 1 bis 2 Graph klein 3

Das Eisenbahn-Bundesamt hat die meist-
belasteten Bahnstrecken in Deutschland kartiert.

Lärmkartierung klein

Wenn Sie wissen wollen, wie es bei uns aus-
sieht, dann können Sie sich den Kartenausschnitt hier als pdf-Datei herunterladen: pdf-download

Die DB gibt für Weinheim drei Streckenabschnitte an,
in denen Lärmschutzmaßnahmen durchgeführt wurden. Die Wirklichkeit sieht anders aus!
Hier eine Istaufnahme:
pdf-download

Das könnte uns vor Bahnlärm besser schützen:
FiL-Rail Mini-Schutz-Wand, entwickelt am KIT

Zum Anschauen hier klicken: pdf-download

Für weitere Infos zur FiL-Rail Mini-Schutz-Wand, klicken Sie hier

Am 14. Dezember 2011 tagte der Bundestagsaus-
schuss für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung zum Thema Lärmschutz: mehr dazu

Auch wenn wir wissen, dass die Bauten des geplanten Fachmarktzentrums uns nicht entscheidend vor dem Bahnlärm schützen können, so machten uns doch die Lücken (ca 120 m) zwischen den Baukörpern Sorgen. In Verhand-
lungen haben wir erreicht, dass diese Lücken vom Investor mit schallabsorbierenden Lärmschutz-
wänden überlappend geschlossen werden..

Güterbahnhof Bebauung

Wenn Sie das Bild größer möchten: pdf-download

Hier ein typisches Beispiel für den Lärmverlauf bei Vorbeifahrt eines Güterzuges in unserem Gebiet:

Gueterzug Durchfahrt

Wenn Sie das Bild größer möchten: pdf-download