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Bürgerinitiative Weinheim Schutz vor Bahnlärm östlich und westlich der Bergstraße

Schienenstoß an der Barbarabrücke repariert
Nach unserem Hinweis an das Eisenbahnbundesamt (EBA), dass sich an der Barbarabrücke ein ausgefahrener Schienenstoß befindet, der bei jeder Überfahrung ein sehr lautes, ratterndes Geräusch verursacht, wurde von der DB innert weniger Tage diese Stelle repariert indem ein neues Schienenteil eingefügt wurde.

Schienenstoss schräg

Der alte Schienenstoss war
schräg und ausgefahren

Schienenstoss Austausch

Neue Schienenteile liegen bereit

Schienenstoss gerade

Jetzt sind die Schienen verschweißt
und das laute Rattern entfällt

Die Schiene von der Barbarabrücke bis über den Bahnhof Lützelsachsen hinaus wurde nachgeschliffen
Die Bahn hat das Gleis, das von Nord nach Süd führt, im Frühjahr 2012 erneuert und anschliessend den Schienenkopf gefräst statt zu schleifen. Nach unserer Intervention beim Eisenbahn-Bundesamt wurde uns zugesagt, dass die Schienen nachgeschliffen werden. Dies ist in der Nacht vom 1. auf den 2. September erfolgt. Das Schliffbild ist jetzt ordentlich - die feinen Schleifspuren in der Längsrichtung werden durch den Zugbetrieb in ein paar Wochen verschwunden sein. Der unangenehme schrille Zusatzlärm, der durch das Fräsen entstanden war, soll dadurch ebenfalls verschwinden; in Zahlen bedeutet dies eine Lärmminderung gegenüber der gefrästen Schiene von ca. 5 dB(A). Die beiden Abbildungen zeigen die Schienen vor und nach dem Schleifen. Noch (Dezember 2012) ist allerdings der schrille Zusatzton deutlich zu hören - wir beobachten weiter.

Nord-Süd klein
DSCN2191 k

Die Abbildung links zeigt den Schienenkopf des Nord-Süd Gleises nach dem Fräsen: er ist stark quergeriffelt und dadurch rauh und laut.
Die Abbildung rechts zeigt den Schienenkopf nachdem nochmals geschliffen wurde: man erkennt die feinen Längs-Schleifspuren auf dem breiter gewordenen mittleren Schienenteil, auf dem die Räder des Zuges abrollen. Diese Spuren werden in ein paar Wochen durch den Fahrbetrieb verschwunden sein.

So entsteht der Bahnlärm ...

Geraueschentstehung

... und das kann an Gesundheitschäden auftreten

60% des Bahnlärms rührt von dem Kontakt Rad/Schiene her. Eines der Hauptlärmprobleme ist die sog. Graugussbremse - eine Technik nicht aus dem letzten, sondern aus dem vorletzten Jahrhundert. Sie befindet sich in dem absolut grössten Teil der Güterwagons, die verkehren. Das Material der Bremse raut die Oberfläche des Rades so stark auf, dass selbst ohne Brems-
vorgang das normale Rollen der Räder grossen Lärm verursacht. Moderne lärmarme Kunststoff-Verbundbremsen (sog. K-Sohlen) können den Lärm halbieren. Die Betreiber und die DB “mauern” aber bei der Umrüstung der alten Wagen. In der Schweiz sollen die Graugussbremsen ganz verboten werden.

Gesundheitsschaeden

... und das könnte helfen: die Mini-Schutz-Wand, entwickelt am Lehrstuhl für Eisenbahnwesen des KIT

MSW 2 k Kopie Minischutzwand b

Quelle: ZDF

Vergleich von konventioneller Schallschutzwand und Mini-Schutz-Wand:

Hohe Wand Niedrige Wand

Die Mini-Schutz-Wand wird optimal ergänzt durch das Fil-Rail-ERS Gleisbett,
bei Waghäusel gibt es eine Teststrecke:

Fil-Rail ERS
Teststrecke
filrail_06 k
Wandvergleich

Alle KIT-Abbildungen mit freundlicher Genehmigung von Prof. Dr. Eberhard Hohnecker, Leiter des Lehrstuhles Eisenbahnwesen am Karlsruher Institut für Technologie

Die Abbildungen vom KIT können Sie zur Vergrösserung anklicken
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